Sonntag, 26. April 2015

Rhabarber-Charlotte - ein kleines feines Törtchen mit ganz viel Liebe...

Am Wochenende hatten wir Hochzeitstag und da wir jetzt schon ewig und drei Tage zusammen sind (ehrlich gesagt, muss ich sogar immer kurz nachdenken, wie lange schon...), gibt es bei uns keine Geschenke. Sondern wir genießen die gemeinsame Zeit und schwelgen in Erinnerungen, wie wir unseren großen Tag erlebt haben, lachen und kichern über das eine oder andere und tanzen schon morgens im Pyjama durch die Wohnung. Da mir mein Mann jeden Morgen meinen Kaffee ans Bett bringt - und das seit über 12 Jahren - wollte ich ihm mit einem kleinen Törtchen überraschen.


Rhabarber Charlotte
(für ein 18er Törtchen oder 4 Mini-Törtchen)

Für den Biskuitboden:

3 Eier
50 g Zucker
50 g Mehl
2 TL Backpulver

Für die Schokoladen-Joghurt-Mousse:

200 g weiße Schokolade
600 g Griechischer Joghurt
Saft von einer 1/2 Zitrone
200 g Sahne
6 Blatt Gelantine


Für das Rharbarber-Ragou:

300 g Rhabarber
3 EL Vanillezucker
50 ml Johannisbeeresaft
 1/2 TL Speisestärke, 1 TL Wasser

Für die Deko:

2 Packungen (ca. 18 Löffelbiskuits)
50 g weiße Schokolade
50 g Kokosflocken
etwas rote Speisefarbe

Zubereitung

Für den Biskuitboden die Eier mit dem Zucker in einer Schüssel mit dem Mixer für ca. 5 Minuten schaumig schlagen, bis sich das Volumen deutlich verdoppelt und die Masse hellgelb geworden ist. 
Mehl und Backpulver mischen, auf den Eischaum sieben und unterheben. Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen und im vorgeheizten Ofen ca. 15 Minuten bei 180 Grad backen. Anschließend abkühlen lassen. 

Währenddessen die Löffelbiskuits vorbereiten, dazu die weiße Schokolade hacken und im heißen Wasserbad schmelzen. Die Kokosflocken mit der Speisefarbe in einen Gefrierbeutel füllen und kräftig verkneten, bis die Kokosflocken die Farbe vollständig angenommen haben. Die Löffelbiskuits mit der Spitze zu 1/3 in die weiße Schokolade tauchen und mit den Kokosflocken bestreuen. Die Löffelbiskuits auf Backpapier legen und trocknen lassen. 

Aus dem Biskuitteig 2 Kreise (ca. 16 cm Durchmesser) ausstechen. Den Biskuitboden in eine Springform oder Tortenring legen und die Löffelbiskuits am Rand aufstellen. Oder für die kleinen Törtchen 8 Kreise mit einem Durchmesser von ca. 5-6 cm. ausstechen und in Dessertringe legen.


Für die Joghurt-Mousse, die weiße Schokolade klein hacken und im heißen Wasserbad schmelzen. Den Joghurt mit Zitronensaft mischen und löffelweise unter die warme Schokolade rühren. Gelantine nach Packungsanweisung einweichen. Die Sahne steif schlagen. Gelantine erwärmen und mit 2 Löffel Joghurtcreme verrühren und anschließend zügig unter die restliche Joghurt-Masse rühren. Die Sahne unterheben und für ca. 15 Minuten in den Kühlschrank stellen, bis sie leicht zu gelieren beginnt. Währenddessen den Rhabarber zubereiten. Dafür den Rhabarbar waschen, putzen und in ca. 4 cm große Stücke schneiden, mit Vanillezucker und Johannisbeeresaft mischen und etwa 5- 10 Minuten ziehen lassen. Anschließend bei kleiner Hitze ca. 5 Minuten köcheln lassen, bis der Rhabarber weich ist. Speisestärke mit Wasser mischen und unterrühren. Rhabarber-Ragou abkühlen lassen. 


Die Joghurt-Mousse aus dem Kühlschrank nehmen. Für das Törtchen die Creme mit dem Rhabarber jetzt abwechselnd schichten. Dafür die Hälfte der Joghurt-Mousse in die Charlotte füllen, den zweiten Biskuitboden vorsichtig auflegen und mit der Hälfte des Rhabarbers bestreichen. Restliche Joghurt-Mousse daraufgeben und anschließend das restliche Rhabarber-Ragou auf die Joghurt-Mousse geben. Das Törtchen mindestens 5 Stunden (am besten über Nacht) durchkühlen lassen. 



Bei der lieben Mia von Kochkarussell gibt es gerade ein Blog-Event "Rhabarberglück", da beteilige ich mich doch glatt mit meinem süssen Törtchen.

 Rhabarberglück-Das Blogevent im Kochkarussell 500


Ich wünsche euch noch einen tollen Abend.

Bis bald,
eure Sabsi

Mittwoch, 22. April 2015

Himbeere-Tarte mit Waldmeister


Mit dieser Himbeere-Tarte versüsse ich euch den Mittwoch. Ganz zart und knusprig mit einer fruchtigen Füllung und einem Hauch von Waldmeister, kommt sie daher und schleicht sich in euer Herz.


Himbeere-Tarte mit Waldmeister
(für eine Tarteform)

Für den Mürbeteig:

140 g Mehl
60 g Puderzucker
110 g Butter
1 Eigelb
1 Prise Salz

Füllung:

1 Limette
3 Eier
1 Eigelb
120 g flüssige Butter

250 g Himbeeren



Zubereitung:

Für den Mürbeteig alle Zutaten miteinander verkneten und in Frischhaltefolie verpackt, 30 Minuten im Kühlschrank kühlen. 

Backofen auf 170 Grad Umluft vorheizen. Teig ausrollen und in eine Tarte-Form füllen. Mit Hülsenfrüchte beschweren und für 15 Minuten backen. Hülsenfrüchte entfernen und weitere 5 Minuten backen. 

In der Zwischenzeit den Curd zubereiten. Dazu die Limette waschen, abtupfen und die Schale abreiben und den Saft auspressen. Beides mit Eiern, 1 Eigelb, der Butter und dem Waldmeistersirup in einem kleinen Topf bei kleiner Hitze rühren (Vorsicht, nicht kochen lassen, sonst stockt das Ei!), bis die Masse dick wird. Durch ein feines Sieb streichen und abkühlen lassen.

Den Curd auf die Tarte streichen und für mindestens 2-3 Stunden im Kühlschrank kühlen. Himbeeren auf die Tarte verteilen und genießen !!!




Habt eine tolle Restwoche...Das Rezept, leicht abgewandelt, stammt aus der aktuellen Sweet Dreams.

Bis bald,
eure Sabsi

Sonntag, 19. April 2015

Waldmeistergelee - der Frühling blüht und warum Waldmeister eigentlich gar nicht grün ist...

Von meiner lieben Arbeitskollegin hatte ich zum Geburtstag eine coole Kräutertasche bekommen, die seither in meiner Küche steht und die Kräuter so richtig chick zur Geltung bringt. Neben Annanas-Salbei und Thai-Basilikum tummelt sich darin auch eine Waldmeisterpflanze, die mich seit Tagen schon anlächelt.


Die meisten kennen Waldmeister als Wackelpudding, Sirup für "Berliner Weisse" oder der Maibowle in quietschgrün, dank der Speisefarbe! Die Waldmeisterpflanze an sich, ist grün. Waldmeister in natürlicher Form verarbeitet, ist aber alles andere als grün. Ob grün oder nicht, mit seinem tollen Aroma, hat er seinen Namen als "wohlriechendes Laubkraut" doch wahrlich verdient. Der selbstgemachte Waldmeistersirup hält sich im Kühlschrank ewig und in getrockneter Form könnt Ihr damit auch euren Tee aufpimpen. Frischen Waldmeister mit Zucker in ein Schraubglas geben und ihr bekommt einen wunderbar fein aromatisierten Zucker.


Waldmeistergelee mit Vanille-Creme
(für 4-6 Portionen)

Für das Waldmeistergelee:
600 ml Wasser
1 Bund Waldmeister
7 Blätter Gelantine
Saft von einer halben Zitrone 
 100 ml Waldmeistersirup (siehe Rezept)
grüne Speisefarbe (optional)

Für die Vanillecreme:

400 ml Sahne
1 Vanilleschote
3-4 EL Puderzucker
300 gr. Magerquark
Saft einer halben Zitrone
4 Päckchen Sahnesteif


Waldmeistersirup:
1 Liter Wasser
1 Kg Zucker
1 Bund Waldmeister
Waldmeister mindestens 1 Tag antrocknen / welken lassen, da er so erst ein sein feines Aroma entwickelt und den Geschmack abgibt. 
Wasser mit Zucker aufkochen und ca. 5 Minuten einkochen lassen. Waldmeister hinzugeben und weitere 15-20 Minuten einkochen lassen, bis sich die Flüssigkeit reduziert und ein Sirup entstanden ist.
Sirup mit Waldmeister in eine Flasche füllen, der Waldmeister gibt weiterhin sein Aroma ab.
 

  
 Zubereitung des Waldmeistergelee´s

Wasser mit dem angetrockneten Waldmeister in einem Topf zum kochen bringen, vom Herd nehmen und 30 Minuten ziehen lassen. Sirup mit Zitrone und der Speisefarbe mischen und mit dem Waldmeisterwasser erneut aufkochen und für 5 Min. leicht köcheln lassen, anschließend durch ein feines Küchensieb gießen. Gelantine ca. 5-10 Minuten im kalten Wasser einweichen, herausnehmen und mit etwas Puddingflüssigkeit verrühren bis sich die Gelantine vollständig aufgelöst hat. Die Gelantine in die restliche Puddingflüssigkeit einrühren. Waldmeistergelee in Gläser füllen und im Kühlschrank fest werden lassen. 


Zubereitung der Vanille-Creme

Die Vanilleschote längs aufschneiden, Mark herauskratzen und beides mit der Sahne in einem Topf kurz aufkochen. Topf vom Herd nehmen und die Vanillesahne ca. 30 Minuten ziehen lassen. Anschließend durch ein Sieb gießen und abkühlen lassen. Magerquark mit Puderzucker und Zitronensaft glatt rühren. Vanillesahne mit Sahnesteif halbsteif schlagen und vorsichtig unter dem Quark rühren. Vanillecreme auf das fest gewordene Waldmeistergelee füllen und bis zum Verzehr im Kühlschrank stellen. 

Mmmhhh...


Das Waldmeistergelee hat ein ganz tolles Aroma, probiert es aus! 
Habt einen tollen Wochenstart...

Bis bald,
eure Sabsi

Sonntag, 12. April 2015

Es wird angegrillt - mit leckerem Focaccia und Tomatenbutter

Die Sonne scheint, die Themperaturen steigen und das Leben verlagert sich wieder nach draußen... herrlich, einfach herrlich! Die liebe Natascha von Das Küchengeflüster feiert ihren 1. Bloggeburtstag und hat alle zur Frühlingssause eingeladen.



Fruehjahrssause_kl

Da bin ich doch gern dabei und habe mich heute für dich in die Küche gestellt. Habe gerührt, geknetet und gebacken.

Herzlichen Glückwunsch zum Blog-Geburtstag!

Und ich bring dir sogar mein Lieblingsbrot mit Rosmarin-Salz und selbstgemachter Kräuterbutter zur Party mit. Das beste daran, mit einer Decke unterm Arm, einem Fläschen Aperitivo Rosato im Gepäck, eignet es sich auch ganz hervorragend für ein Picknick...


Rosmarin Salz:

100 g grobes Meersalz
5 Zweige Rosmarin


Zubereitung

Die Blätter vom Rosmarinzweig abzupfen und grob hacken, zusammen mit der Hälfte des Meersalz im Mixer zerkleinern. Rosmarinsalz mit dem restlichen groben Meersalz mischen und in einem Vorratsbehälter oder Glas füllen. 


Focaccia mit frischen Tomaten und Rosmarinsalz
 (für 2 Focaccia)

300 g Mehl
 25 g frische Hefe
200 ml lauwarmes Wasser
1 TL Zucker
2 TL Rosmarin-Salz
5 EL Olivenöl

Belag:

Frische Kirschtomaten
Rosmarin-Salz 
Olivenöl


Zubereitung

Mehl mit Rosmarin-Salz mischen. Hefe und Zucker mit 200 ml lauwarmen Wasser verrühren, bis sich Hefe und Zucker aufgelöst haben. Hefemischung und Öl zum Mehl geben und mit dem Knethacken zu einem glatten Teig verkneten. 

Den Teig in der Schüssel 30 - 60 Minuten ruhen lassen. Anschließend den Teig einmal teilen und mit den Händen flach drücken und zu Fladen formen. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech legen und mit den Fingern mehrfach eindrücken, so dass kleine Mulden entstehen. Einen Teigfladen mit frischen Tomaten belegen, den zweiten Fladen mit Rosmarin-Salz bestreuen. Die Fladen mit etwas Olivenöl beträufeln und 15 Minuten ruhen lassen. 

Den Backofen auf 200 Grad / Umluft ca. 175 Grad vorheizen und die Focaccia ca. 15-20 Minuten backen. 


Tomaten-Basilikum-Butter:
(für 1 Glas á 200 ml)

150 g sehr weiche Butter
8-10 in getrocknete und in Öl eingelegte Tomaten
eine handvoll frische Basilikumblätter
Pfeffer aus der Mühle


Zubereitung

alle Zutaten im Mixer zu einer Paste pürrieren. Die Tomatenbutter in ein Glas füllen oder in Frischhaltefolie zur Rolle Formen und im Kühlschrank fest werden lassen.

Schmeckt hervorragend auf frischem Brot oder zu gegrilltem Geflügel.


Dazu habe ich einfach noch ein paar Tomaten-Mozzarella-Häppchen gezaubert, und schon kann´s los gehen... auf zur Frühlingssause.

Bis bald,
eure Sabsi 

Coffee-Time... unwiderstehliche Latte Macchiato Donuts

Ich oute mich jetzt mal als Kaffee-Junkie - zwischendurch gern auch Tee - aber ohne meine tägliche Kaffeeration werde ich schnell zum Zornröschen. Das musste ich erst vor kurzem feststellen, als wir unseren Kaffeevollautomaten, zur Reparatur abgegeben haben. Tagelang (es waren ganze 3 Tage!) auf meinen heißgeliebten schwarzen Kaffee oder den nachmittäglichen Latte Macchiato zu verzichten brachte mich wirklich an die Grenzen der Erträglichkeit. Da stellt man mal wieder fest, was für ein "Gewohnheitstier" der Mensch ist. Ich verschmähte unseren Ersatzkoffeinlieferanten schon morgens und griff lieber zum Lieblingstee als mir die schwarze Brühe einzuverleiben.


Also wenn ich nachmittags schon keinen Latte Macchiato zum trinken bekomme, warum dann nicht einfach backen... mhhh, mit einer feinen Kaffeenote und weißer Glasur die an Milchschaum erinnert. Reinbeißen, Augen schließen und an fluffigen Milchschaum denken... mhhh, klappt wirklich!


Gesagt, getan und hier kommt das Rezept und sie eignen sich nicht nur als Ersatzlieferant für Kaffee-Junkies sondern schmecken morgens, mittags, abends... einfach zu jeder Zeit.


Latte Macchiato Donuts
(für 12 große oder ca. 30 kleine)

300 g Mehl
200 g Zucker
250 g weiche Butter
2 TL Vanillezucker
1,5 TL Backpulver
1 Prise Salz
4 Eier
4 TL Espressopulver
6 EL Milch

Glasur:

250 g Puderzucker
3 - 4 EL Milch


Zubereitung:

Milch erwärmen und den Espresso darin auflösen, beiseitestellen. 
Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig schlagen. Eier einzeln unterrühren. Mehl mit Backpulver sieben und unterheben. Die Espressomilch unterrühren und den Teig in eine gefettete Donutform zu 3/4 befüllen. 

Die Donuts im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad Umluft für ca. 15 Minuten backen (Minidonuts entsprechend kürzer für ca. 10 Minuten). Herrausnehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Aus Puderzucker und Milch die Glasur anrühren und die Donuts damit bestreichen. Trocknen lassen und genießen!


Ich wünsche euch einen tollen Sonntag, ich packe mir jetzt ein paar Donuts ein und werde die Sonne genießen.

Bis bald,
eure Sabsi

Freitag, 3. April 2015

Happy Easter - Erdnuss-Cookies


Fast hätte ich vergessen, euch diese wahnsinns Cookies zu zeigen. Die sind so lecker, sie zergehen quasie auf der Zunge. Mein erster Gedanke, daraus ein Eis Sandwich zu machen...mmhh, nur leider hatte ich kein Eis. Wie sollte es auch anders sein! Aber auch ohne Eis schmecken sie bombe und verziert mit einem Häschen machen sie sich ganz wunderbar im Osterkörbchen.




Erdnusscookies
(für ca. 15-20 Stück)

90 g Erdnussbutter ohne Zucker
80 g Kokosöl
1 Ei
100 g Kokoszucker
1 TL Vanillepulver (ersatzweise Vanille aus der Mühle)
1 TL Backpulver
125 g feines Dinkelmehl (z.B. Typ 630 - speziell für Kuchen und Gebäck)


Zubereitung

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
Für 20-30 Minuten in den Kühlschrank stellen und anschließend auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und nach belieben mit Plätzchenausstecher ausstechen oder zu Kugeln formen und auf ein Backpapier belegtes Backblech legen. Die Kugeln mit einem Keksstempel leicht flachdrücken bzw. die Plätzchen damit bestempeln.

Für ca. 12 Minuten bei 175 Grad backen. 

Auskühlen lassen und genießen. Sie halten sich luftdicht verschlossen wunderbar ein paar Tage, falls sie bis dahin nicht schon aufgefuttert sind.




Den tollen Keksstempel  habe ich bei Depot gefunden, genauso wie die restliche Deko.

Ich wünsche Euch schöne entspannt Ostertage. Habt es fein.

Bis bald,
eure Sabsi